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Triathlon Hawaii 2018 scheint nicht realisierbar

Von bjar | 07.06.2018, 10:27 Uhr

Andreas Raelert zieht sich bei einem Sturz eine Fraktur am Oberschenkel zu. Auch Markus Liebelt mit Pech am Hacken

Andreas Raelert muss seine Saisonplanung ändern. Der Triathlon-Profi von der TG triZack Rostock ist bei der Rückkehr von einem Rad-Training im Vorfeld das eigentlich für Sonntag geplanten Starts beim Keszthely-Triathlon in Ungarn – der der Vorbereitung auf die Ironman-Europameisterschaft am 8. Juli in Frankfurt am Main dienen sollte – unglücklich gestürzt und hat sich eine Fraktur am Oberschenkel zugezogen. „Die Bemühungen in den vergangenen Monaten und Wochen, einen für die EM entsprechenden Formaufbau zu bewerkstelligen, waren sehr groß. Leider gab es durch den Sturz einen kräftigen Dämpfer“, sagte der mehrfache Medaillengewinner der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Durch das Missgeschick dürfte auch die WM im Oktober kein Thema mehr sein: „Das Vorhaben Hawaii erscheint 2018 nicht realisierbar.“ Die Qualifikationsperiode läuft am 19. August aus, und „Starts im Juni und Juli sind für mich nicht möglich. Nach Auswertung der MRT-Aufnahmen wird es laut Einschätzung der Mediziner vermutlich acht Wochen bis zur Ausheilung der Verletzung dauern“, so Andreas Raelert zu. Erst Anfang August wird der 41-Jährige wieder einsteigen können.

„Andy“ konzentriert sich nach Genesung auf die zweite Saisonhälfte. Dann möchte er mit Blick auf die bisher im Training gezeigten Leistungen die Weichen für 2019 stellen. Das neue Ranking-System für Hawaii – Abschaffung der Punkte und dafür direkte Slot-Vergabe – wird ihm dabei entgegenkommen.

Pech am Hacken hat mit Markus Liebelt auch ein weiterer Rostocker Triathlet. Auch er wollte bereits in die Saison gestartet sein. Doch erst wirbelte eine Knöchelverletzung den Terminkalender durcheinander, und dann kam es noch schlimmer: Unfall beim Rad-Training. „In Heiligendamm hat mir ein Pkw-Fahrer die Vorfahrt genommen. Ich musste stark abbremsen, machte den Abgang über den Lenker. Zum Glück überall nur Schürfwunden, aber das Rad ist total Schrott. Wenn alles verheilt ist, muss ich erst wieder konstant in allen Disziplinen trainieren. Der 70.3 Jönköping am 8. Juli wäre die früheste Option“, sagt Liebelt.