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Triathlon Hawaii findet ohne Michael Raelert statt

Von bjar | 01.08.2018, 12:00 Uhr

Verzicht auch auf die Teilnahme am Asia-Pacific Championship auf den Philippinen. Das neue Ziel heißt 70.3-WM in Südafrika

Die Ironman-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii wird wie im Vorjahr ohne den Namen Raelert in den Startlisten stattfinden. Die Entscheidung trafen Andreas und Michael sowie Sven-Peter als ihr Manager im Familienrat nach dem „Heimspiel“ des Wahl-Hamburgers Michael beim Ironman Hamburg. Auch die eigentlich geplante Teilnahme am 70.3 Asia-Pacific Championship an diesem Sonntag im philippinischen Cebu wurde gecancelt. Zuvor war bereits der Ältere der Raelert Brothers, der fünfmalige Hawaii-Medaillengewinner Andreas, nach einer Oberschenkelfraktur unfreiwillig aus der Kailua-Kona-Bahn geworfen worden.

Nachdem Michael in Hamburg auf Position 15 unter den Profis einkam, hatte er erklärt: „Meine rechte Wade hat nicht so mitgemacht, wie ich es mir für den gesamten Marathon (die letzte der drei Disziplinen, 42,195 Kilometer Laufen – d. Red.) gewünscht hätte. Ich konnte keine Verletzung riskieren, versuchte das Bein zu schonen. Ich wollte aber vor dem tollen Publikum unbedingt ins Ziel kommen.“

Damit hatte „Michi“ auch Teil eins der Qualifikationskriterien für die Weltmeisterschaft auf Hawaii – unabhängig von Platz und Zeit einen Ironman zu finishen – erfüllt. Teil zwei, die Jagd auf angepeilte 4000 Punkte für den Sieger in Cebu, ist vernünftigerweise zu den Akten gelegt worden.

Michael Raelert wäre aber nicht Michael Raelert, wenn er nicht schon wieder neue Pläne schmieden würde. „Die 70.3-WM am 1. September in Südafrika sollen das nächste Thema werden“, verrät Bruder Sven-Peter.

Auch Teamkollege Markus Liebelt, der in Hamburg bekanntlich disqualifiziert wurde, hat Neuigkeiten im „Köcher“: „Am Sonntag geht es zum 70.3 Gdynia, eine Woche später folgt vielleicht ein Abstecher zum 26. Eurawasser Fun-Triathlon nach Güstrow, aber hundertpro werde ich am 19. August in Kopenhagen an der Startlinie stehen. Dort möchte ich meinen Seelenfrieden mit dem Ironman schließen.“ Der Ex-Plauener war zuvor mehrfach durch Stürze ausgebremst worden.