Ein Angebot des medienhaus nord

Ruder-WM Krüger/Hacker mit Sieg ins Finale

Von Redaktion svz.de | 05.09.2015, 16:00 Uhr

Doppelzweier-Trainer Meinhard Rahn: „So könnte es auch am Sonntag im WM-Finale mit einem Podiumsplatz klappen“

Am gestrigen letzten Halbfinal-Tag der Ruder-Weltmeisterschaften in Frankreich auf dem Lac d’Aiguebelette präsentierten sich beide deutsche Doppelzweier in Top-Form.

Mareike Adams (Essen) und Julia Lier (Halle) erreichten als Dritte ohne Schwierigkeiten das Finale der besten Sechs.

Stephan Krüger vom Olympischen Ruder-Club Rostock und sein Magdeburger Co-Pilot Marcel Hacker gewannen ihren Semifinal-Lauf. Nur auf den ersten 500 Metern ruderten die Franzosen eine Winzigkeit von 0,78 Sekunden schneller als das Team von Coach Meinhard Rahn, doch danach schalteten die beiden besten deutschen Solisten (Einer-Ruderer) keinen Gang runter. Stephan als Schlagmann hielt die Frequenz hoch, und der „Alt-Meister“ von der Elbe zog perfekt mit.

„So könnte es auch im Finale mit einem Podiumsplatz klappen“, freute sich Meinhard Rahn, trat jedoch sogleich auf die Euphoriebremse: „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen harte 2000 Rennmeter plus die letzten 48 Stunden Vorbereitung. Da heißt es kurz relaxen, Wunden pflegen und neu motivieren.“

Favoriten auf Gold bleiben die amtierenden Weltmeister, die Brüder Martin und Valent Sinkovic aus Kroatien. Dahinter liegen Deutschland, Litauen, Australien, Neuseeland und Gastgeber Frankreich auf Augenhöhe. „Wir haben uns das nötige Selbstvertrauen geholt. Doch am Sonntag um 13.30 Uhr beginnt alles bei Null. Für den Halbfinal-Sieg bekommen wir keinen Bonus oder einen Vorsprung von zwei Sekunden“, scherzt der Sportsoldat aus Rostock.

Seine Vereinskollegin Marie-Louise Dräger eröffnet mit ihrer Brandenburger Partnerin Ronja Fini Sturm im Doppelzweier der leichten Frauen bereits heute um 14 Uhr die Jagd auf die Medaillen. Der Deutschlandachter mit dem Schweriner Hannes Ocik will nach fünf Ruhetagen als Europameister morgen um 14.45 Uhr die Briten von WM-Thron stürzen. Aber auch Russland und Neuseeland haben die Form für Edelmetall. „Wir wollen es mit aller Energie versuchen, der Rest ist Kopfkino“, so Ocik.