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Rudern MV hofft auf drei Medaillen

Von bjar | 25.07.2018, 15:43 Uhr

Ein Quintett aus Mecklenburg-Vorpommern ist ab heute bei den Ruder-U23-Weltmeisterschaften in Poznan am Start

Mit 75 Sportlerinnen und Sportlern ist der Deutsche Ruderverband bei den U23-Weltmeisterschaften ab heute auf dem Jezioro Maltaskie (Maltasee) im polnischen Poznan vertreten. Darunter befindet sich ein Quintett aus Mecklenburg-Vorpommern. Schlagfrau Carolin Dold (Greifswalder RC Hilda 1892) und Christin Stöhner (SV Energie Berlin/studiert in Rostock Medizin) starten ebenso im Achter wie Benjamin Leibelt (Stralsunder RC). Max John (Olympischer RC) sitzt im gesteuerten Vierer. Und Simon Klüter (Mannheimer RV Amicitia von 1876/ORC, studiert ebenfalls an der hiesigen Uni Medizin) ist Ersatzmann im Leichtgewichts-Skullbereich.

Ausgerechnet der als Einziger von ihnen für einen Rostocker Verein startende Max John wohnt im Gegensatz zu all den anderen Genannten derzeit nicht in der Hanse- und Universitätsstadt. Er hatte in seinem beruflichen Werdegang nach dem Abitur zunächst an der Ruhr-Universität Bochum Biochemie begonnen zu studieren und ist am DRV-Stützpunkt Dortmund „stationiert“. „Ich hoffe, dass wir schon am Mittwoch Nachmittag im Vorlauf ein gutes Rennen hinlegen, es schaffen, unsere Leistung abzurufen, und dann eine gute Final-Platzierung erreichen“, so der 21-Jährige. Einer der ersten beiden Ränge würde den direkten Einzug in das A-Finale bedeuten, sonst gilt es morgen im Hoffnungslauf mindestens Zweiter zu werden. Ebenso bestreiten am Donnerstag die Achter ihre Vorläufe. Mit dabei ist Benjamin Leibelt. Der war bei den U23-WM 2017 in Plovdiv zusammen mit John im Vierer mit Steuermann am Start. Das Boot kam aber, auch krankheitsbedingt, nur auf Platz sieben. „Unser Ziel für dieses Jahr ist auf jeden Fall die Finalteilnahme und am besten sogar eine Medaille. Das wird aber sehr hart, da bei uns unter anderem die USA vom letzten Weltcup dabei sind, die sich dort stark präsentiert haben (Platz vier in Luzern – d. Red.)“, sagt Leibelt.

„Auch wir wollen um Edelmetall kämpfen“, versichert René Burmeister vom Olympiastützpunkt MV, der in Polen für das weibliche Flaggschiff der verantwortliche Trainer ist. „Der Vierer mit Max John könnte ebenfalls in diesem Kreis mitspielen. Beide Boote, seines und der weibliche Achter, sind im Vorfeld gegeneinander Belastung gefahren, waren gleichwertig und gut drauf. Und Benny & Co. lagen im Mai bei der Hügelregatta in Essen drei Sekunden hinter dem Deutschland-Achter. Wenn sie eine solche Leistung erneut abrufen können, ist auch für sie eine Medaille möglich“, glaubt Burmeister, der gute Erinnerungen an die „wunderschöne Stadt“ Poznan und vor allem ihre Regattastrecke hat. Denn hier ist er in seiner aktiven Zeit 2004 im Doppelzweier U23-Weltmeister geworden – hat also seinen MV-Talenten vorgemacht, wie’s geht.