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Rudern Ocik und Hacker direkt ins A-Finale

Von bjar | 03.08.2018, 09:53 Uhr

Mit dem Deutschland-Achter beziehungsweise Vierer ohne bei den Europameisterschaften in Glasgow. Dräger und Leiding stehen heute im Hoffnungslauf

Der deutsche Vierer ohne mit Frauke Hacker vom Olympischen Ruder-Club an Bord ist am Donnerstag bei den Europameisterschaften in Glasgow als Zweiter seines Vorlaufs hinter Rumänien direkt ins A-Finale eingezogen. Das bringt die Rostockerin sowie ihre Teamkameradinnen Sophie Oksche (Ingolstadt), Ida Kruse (Münster) und Alexandra Höffgen (Neuss) der Teilnahme an den Weltmeisterschaften vom 9. bis 16. September in Plovdiv einen wesentlichen Schritt näher. „Es war wieder ein gutes Rennen, ein deutlicher Fortschritt zu Luzern (beim dritten und letzten Weltcup der Saison war das Boot nur Dritter im B-Endlauf geworden – d. Red.)“, befand Frauke. „Aber zum Finale wollen wir noch mal ordentlich einen drauflegen.“

Ebenfalls schon unter den besten Sechs befindet sich der Deutschland-Achter mit dem für die Schweriner RG von 1874/75 startenden Rostocker Hannes Ocik. Der Titelverteidiger begann die EM im Strathclyde Loch mit dem Vorlaufsieg in 5:32,83 Minuten für die 2000 Meter vor Rumänien (5:33,37) und den weit abgeschlagenen Italienern. Die gastgebenden Briten wurden in ihrem Vorlauf Zweiter hinter den Niederlanden und müssen in den Hoffnungslauf. „Wir sind erst mal sehr kontrolliert gerudert und haben hinten raus nichts mehr machen müssen“, so Schlagmann Ocik. „Erst mal bereiten wir uns konzentriert auf unser Finale vor. Was wir am Rande noch machen können (hinsichtlich Vorbeischauen bei anderen Wettkämpfen der 1. European Championships* – d. Red.), sehen wir dann.“

Marie-Louise Dräger muss im Leichtgewichts-Einer am Freitag im Hoffnungslauf wenigstens Zweite werden, damit sie um die Medaillen kämpfen darf. Im Vorlauf lag die für Schwerin rudernde Rostockerin als Dritte klar hinter Laura Tarantola (Frankreich) und Clara Guerra (Italien). Doch dafür gab es einen Grund: „Ich nahm die letzten 500 Meter Tempo raus. Ich hatte im Vorfeld schon mit dem Hoffnungslauf spekuliert, damit ich den Spannungsbogen bis Sonntag besser halten kann. Also alles nach Plan“, informierte Marie-Louise.

Im Hoffnungslauf ist am Freitag auch der Doppelvierer mit Julia Leiding vom Rostocker Ruder-Club von 1885 sowie Julia Lier (Halle), Constanze Duell (München) und Frauke Hundeling (Hannover) gefragt. Im Vorlauf musste sich das Quartett hinter der Ukraine, Italien und Frankreich mit Rang vier begnügen. „Der Start ist uns gut gelungen. Leider haben wir in der Phase danach zu wenig investiert und waren dann über die Strecke damit beschäftigt, uns Schlag für Schlag an die anderen Mannschaften heranzurudern“, berichtete Julia. „Im Hoffnungslauf müssen wir unsere Aufgabe besser machen.“ Der erste oder zweite Platz bedeutet hier das A-Finale.