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Handball Rang sechs bis acht ist realisierbar

Von bjar | 24.08.2018, 10:05 Uhr

Die Männer des HC Empor Rostock starten am Sonnabend beim SC Magdeburg II in die Saison 2018/19 der 3. Liga Nord

Das Leck ist abgedichtet, der HC Empor Rostock will Fahrt aufnehmen. Anders als im Vorjahr möchte der Handball-Drittligist diesmal nichts mit Abstiegsangst zu tun haben. Im Jahr zwei unter Coach Till Wiechers soll Gas gegeben werden. „Ein einstelliger Tabellenplatz soll es werden. Rang sechs bis acht halte ich für realisierbar“, nennt der 35-Jährige vor dem Start am Sonnabend ab 19 Uhr beim SC Magdeburg II das Saisonziel.

Das Setzen der Segel ist Bestandteil eines mittelfristig angelegten Planes des Sportwissenschaftlers. Spätestens in drei Jahren möchte der Traditionsverein wieder zweitklassig sein. „In der Saison 2019/20 soll erstmals in dieser Hinsicht auf Angriffsmodus umgeschaltet werden“, so Wiechers. Damit hat der HCE etwas gemein mit den Mecklenburger Stieren Schwerin und dem 1. VfL Potsdam, der eine verstärkte Kooperation mit den Füchsen Berlin einging. Auch die Teams aus den Landeshauptstädten haben sich Liga zwei auf die Fahnen geschrieben.

„Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gut gearbeitet. Die Jungs sind heiß. Auch passen in jeder Hinsicht Charakter, Zusammenhalt und gemeinsame Zielstellung. Das Team will sich weiter entwickeln, es brennt förmlich“, schätzt der Coach ein. Den Beweis liefert in der altehrwürdigen Fiete-Reder-Halle Marienehe an der Wand des Kabineneingangs ein Leitmotiv der Männer um die Kapitäne Michael Höwt – verpasst den Liga-Start wegen Leistenproblemen – und Tim Völzke. „Leidenschaft steht am Anfang des Erfolges“ und auf Englisch „Follow one course until success“ (Folge einem Kurs bis zum Erfolg) sind dort zu lesen.

Werden die beiden Testpartien gegen den EHV Aue sowie das Spiel zuletzt gegen Ellerbek als Maßstab genommen, so fällt auf: Empor besitzt eine starke Defensive mit den Keepern Robert Wetzel und Leon Mehler. Individuell und im Verband wird aggressiv, offensiv gedeckt. Im Angriff muss der Verein, „da uns mit Ausnahme von André Meuser große Rückraumspieler fehlen, vor allem auf hohe Passgeschwindigkeit und schnelles Zusammenspiel setzen“ (Wiechers). Zu einer besonderen Trumpfkarte, ob im normalen System oder mit sieben Feldspielern, könnten die Außenstürmer werden. Kein Wunder, dass der Coach, der Hildesheim (mit Ex-Rostocker René Gruszka als Neuzugang) und Altenholz als Favoriten der Liga sieht, sagt: „Von der Qualität her könnten wir jeden schlagen. Wir sind aber noch jung, müssen noch viel lernen.“