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Handball-Nachwuchs in der OSOL Rostocker HC B-Mädels überraschen in Frankfurt

Von Klaus-Peter Kudruhs | 05.11.2018, 19:00 Uhr

Einen Sieg und eine Niederlage gab es für den Rostocker Handball-Nachwuchs in den Ostsee-Spree-Oberligen der B-Jugend.

Weibliche Jugend B

Frankfurter HC - Rostocker HC 15:17 (7:10)

„Wir wollten aus einer sicheren und aggressiv agierenden Abwehr möglichst viele Gegentreffer verhindern und mit Ruhe und Übersicht unsere Angriffe laufen“, erläuterte RHC-Cheftrainerin Ute Lemmel die Taktik. Bravourös war der Start in die Partie, bei dem ein 2:0 der Einheimischen keine Unruhe in die Reihen des RHC-Teams brachte. Die Defensive stand und im Vorwärtsgang wurde erfolgreich abgeschlossen. Ein 9:3 (18.) für die Gäste war der Lohn aller Bemühungen. Frankfurt verkürzte zwar auf 7:10 bis zum Halbzeitpfiff, brachte die jungen Rostockerinnen aber nicht in Gefahr. „In der Abwehr verstellten wir den Einheimischen immer wieder ihre Laufwege. Vorne war unser Team von allen Positionen torgefährlich, denn fast alle Feldspielerinnen trafen. Allerdings agieren wir gerade im Angriffsspiel mitunter noch zu harmlos, hätten mehr Druck entwickeln müssen“, stellte Ute Lemmel im Nachhinein fest.

Auch nach dem Seitenwechsel gab es keine Änderung an der Rostocker Führung. Als die ganz stark haltende Nele Kleinvogel im RHC-Tor in der 43. Minute einen Frankfurter Strafwurf übers Tor „guckte“ und schon vorher fast 20 Minuten keinen Treffer zugelassen hatte, brachte der Rostocker HC seinen Vorsprung sehr clever über die Zeit.

Rostocker HC: Kleinvogel, Liebrecht – Engfer 1, Mai 2, Nowak 2, Stoll 4, Schubert 1, Köppen 1, Schult, Stritz 1, Dethloff 3/1, Beinlich 2

Männliche Jugend B

HC Empor Rostock – 1. VfL Potsdam 21:25 (11:11)

„Ein Lob für meine Jungs von Potsdams Coach Alexander Haase, der ja gleichzeitig Co-Trainer der deutschen Männer-Nationalmannschaft ist, bedeutet schon einiges. Aber ehrlich, die beiden Punkte gegen sein Team wären mir lieber gewesen“, sagte HCE-Trainer Andreas Köster.

Trotz des Fehlens des verletzten Willi Langer sowie von Paul Uhl, Christoph Schröder und Marcus Drews (alle mit der Jugend A unterwegs) verkauften sich die jungen Gastgeber gegen die leicht favorisierten Gäste gut. „Erst in der Schlussphase fehlte uns die eine oder andere Alternative, um Potsdam noch den Schneid abzukaufen. Möglich war es durchaus. Wir spielten nicht schlechter, waren im entscheidenden Moment aber nicht clever genug“, analysierte der Rostocker Coach. „Wir müssen noch gradliniger unsere Möglichkeiten nutzen, einfach auch mehr Geduld aufbringen.“

Zunächst gelang dies den von Erik Reimer angeführten Hausherren ganz gut. Schon bis zum 11:11 zur Halbzeit war aber mehr drin, doch der Start in die Partie (1:4) wurde verschlafen und dann die eine oder andere Möglichkeit für eine Pausenführung nicht genutzt. Nach dem Seitenwechsel legte Potsdam immer vor, Rostock reagierte bis zum 18:20 (41.) nur zögerlich und wurde mit vier Gegentreffern am Stück entscheidend abgehängt. In der Restzeit war ein 19:25-Rückstand nicht aufzuholen.

HC Empor: Malchow, Witte – Dobbert, Krull 2, Stolz 3, Reichardt 2, Serowitzki, Reimer 8/4, Allwardt 2, Horlitz 2, Aevermann 1, Bahr 1, Paschel, Kaschinski