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Basketball Rostock Seawoles trennen sich von Adams

Von Sebastian Lindner | 23.10.2019, 16:19 Uhr

Die Basketballer beenden die Zusammenarbeit mit dem Point Guard aus Leistungsgründen. Die Suche nach Ersatz läuft.

Die Seawolves haben auf den schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Chase Adams getrennt. Der Rostocker Basketball-Zweitligist gab die Personalentscheidung gestern bekannt. Der Aufbauspieler der Wölfe, in den die Verantwortlichen des Teams bei der Verpflichtung vor der Saison vom Drittligisten aus Coburg große Hoffnungen setzen, konnte diese mit durchschnittlich 2,8 Punkten, 2,2 Rebounds und 2,4 Assists in 13:18 Minuten nicht annährend erfüllen.

„Leider hat er es nicht geschafft, der Denker und Lenker zu werden, den wir uns vorgestellt haben, obwohl er immer voll engagiert dabei war“, begründete Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Wölfe, diese Entscheidung. Der Entschluss fiel nach der 70:74-Heimniederlage gegen Schalke 04 am Sonntag, nach der die Seawolves nur auf Platz 13 in der Tabelle der ProA geführt werden. „Nach ausführlichen Gesprächen im Trainerstab haben wir schweren Herzens diese Entscheidung gefällt. Er ist eine große Persönlichkeit und ein wunderbarer Mensch.“

Aus Respekt vor dem 30-Jährigen US-Amerikaner haben die Rostocker auch mit der Suche nach einem Ersatz gewartet, bis Spieler und Agent über die Entscheidung informiert waren. Nun aber läuft die Suche nach einem neuen Point Guard, der Kapitän Martin Bogdanov entlasten soll, auf Hochtouren. „Wir sondieren jetzt den Markt. Es gibt viele vertraglose Spieler, die im Sommer nicht in der Liga gelandet sind, die sie wollten oder sich beim Gehalt verpokert haben“, so Hakanowitz. Aktuell erstellt der Staff nun eine Liste mit infrage kommenden Spielern, die im Anschluss „ausführlich gescouted“ wird. „Eine gute Entscheidung ist uns wichtiger als eine eilige.“ Denn, das wissen sowohl Hakanowitz als auch Trainer Milan Skobalj: „Der Neue muss einschlagen!“

Doch bis der da ist, liegt die Hauptlast des Aufbauspiels auf Bogdanov, der in den ersten Partien ohnehin schon viel Spielzeit hatte. Der Spielplan will es so, dass die Rostocker in den nächsten zehn Tagen gleich drei Spiele haben (am 27. in Heidelberg, am 31. in Paderborn, dann am 3. November zu Hause gegen die Artland Dragons). „Mit ganz viel Glück können wir eventuell zum nächsten Heimspiel einen Neuen präsentieren“, so Hakanowitz. Bis dahin soll in erster Linie Haris Hujic für Entlastung bei Bogdanov sorgen. Und auch das Rostocker Eigengewächs Nicholas Buchholz ist gelernter Point Guard. „Er wird uns aber im nächsten Match nicht zur Verfügung stehen, weil wir ihn für ein wichtiges Spiel in der Nachwuchs-Bundesliga (U19), das parallel stattfindet, noch mehr brauchen“, schildert Hakanowitz.