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Indoor-Kart-WM Sebastian kämpft um WM-Pokal

Von MABO | 21.07.2018, 15:00 Uhr

Im polnischen Stetttin wird in diesem Jahr der Nationen Cup ausgetragen und in de kommenden Woche die Indoor-Kart-Weltmeisterschaft

Der Geruch von Gummi und quietschende Reifen – der Rostocker Sebastian Papke geht auf der Kart-Rennbahn vollkommen auf. Für den 28-Jährigen ist Kart fahren nicht nur ein Hobby, sondern seine Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit und das schnelle Reagieren sind unheimlich spannend“, sagt er mit einem Lachen.

Im Jahr 1999 begann der eher ungewöhnlich Weg von Sebastian Papke zu dieser besonderen Sportart. Zunächst sollte er sich ein Hobby suchen. „Meine Eltern wollten, dass ich etwas mache. Also habe ich Fußball ausprobiert. Das war aber nicht so meins. Durch einen Zeitungsartikel habe ich von der Kartbahn in Bentwisch erfahren und bin dort gefahren“, sagt er nüchtern – und er blieb dabei.

Worauf es bei dem Sport ankommt? „Man darf nicht zu schwer sein“, so Sebastian Papke und zählt weiter auf: „Zu groß sollte man auch nicht sein, sonst sind die Bewegungen schwierig. Ich mit meinen 1,90 Metern kriege es noch hin.“

Ab Sonntag misst er sich darin mit den führenden Nationen im polnischen Stettin bei der Indoor-Kart-Weltmeisterschaft. Zunächst tritt er mit seinen Teamkollegen André Lohse, Dennis Höller, Tobias Laube als Mannschaft „BRD“ beim Nationen-Cup an. Nach dem Wettkampf am Sonntag geht es wieder nach Rostock, zur Arbeit am Montag und Dienstag, um sich dann ab Mittwoch bei den Einzelmeisterschaften gegen die besten 130 Fahrer der Welt beweisen zu können. Dort will er wenigstens einen der fünf möglichen Pokale abräumen – oder gar der erste deutsche Indoor-Kart-Weltmeister werden.

In seiner Karriere kann er einige Meistertitel verbuchen: „Meine fünf größten Erfolge waren der Vizeweltmeistertitel 2012 in Essen, der Europameistertitel in der 100 Kilogramm Klasse 2013 auch in Essen und viermaliger polnischer Meister 2014, 2016, 2017 und 2018“, sagt er stolz, muss aber auch gestehen: „Die anderen Fahrer finden es schon schrecklich auf dieser Strecke gegen mich zu fahren.“

Als amtierender polnischer Meister ist er automatisch für die nun stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert, muss aber die Anreise sowie die notwendigen Mittel selbst finanzieren – oder eben durch die Hilfe von Sponsoren. Vor Ort bekommen die Fahrer ein Kart gestellt. „Das heißt, man sieht wirklich, wer der beste Fahrer ist.“

Bereits im Jahr 2013 startete er bei der Weltmeisterschaft im dänischen Aarhus, konnte aber nur den 10. Platz erreichen. Der Vorteil für Sebastian Papke in diesem Jahr: Er kennt die Strecke in Stettin wie seine Westentasche. „Dieses Mal will ich einen Pokal (die Ränge eins bis fünf erhalten einen – d. Red.). Der Erstplatzierte bekommt einen riesigen, das wäre schon mein Traum – für den würde ich einen Extraplatz finden.“

Live-Übertragung: www.youtube.com/user/MrSilverhotel/live Live- Timing: http://api.kartingmanager.com/instance/silverpoland/liveResults