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Leichtathletik Video: „MaraTom“ stark in Berlin

Von Bernd-Dieter Herold | 12.08.2018, 20:45 Uhr

Tom Gröschel auf Platz elf bester Deutscher beim Marathonlauf im Rahmen der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin

Das war echt stark, „MaraTom“! Auf Platz elf überlief Tom Gröschel vom TC FIKO Rostock bei der Marathon-Entscheidung während der Leichtathletik- Europameisterschaften den Zielstrich an der Berliner Gedächtniskirche nach 2:15:48 Stunden als bester Deutscher. Der ehemalige Läufer des Schweriner SC Philipp Baar beendete die 42,195 Kilometer beim Sieg des Belgiers Koen Naert (2:09:51) mit 2:19:59 auf Position 38. In der Europacup-Teamwertung – hier siegte Italien – kam Deutschland auf Platz sieben.

„Das war eine richtige Top- Leistung von Tom. Er verfehlte in seinem erst zweiten Marathon die in Düsseldorf aufgestellte Bestzeit nur um 28 Sekunden“, sagte sein an der Strecke weilender ehemaliger Rostocker Coach Klaus-Peter Weippert. In der Tat muss vor dem Auftritt des aus Badendiek bei Güstrow stammenden 26-Jährigen der Hut gezogen werden. Temperaturen von 25 Grad Celsius, praller Sonnenschein und ein starker Gegenwind zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor verlangten dem Polizeimeister alles ab. „Unter normalen Bedingungen wäre Tom sogar bis zu zwei Minuten schneller unterwegs gewesen“, schätzte Weippert ein. Gröschel ging die ersten zehn Kilometer in 32:02 Minuten (Baar 33:06) an. Der Rostocker gab zu: „Ich wollte eigentlich langsamer anlaufen, konnte das, auch angetrieben von meinen Fans vom TC FIKO, meinem ersten Verein LAC Mühl Rosin und meiner Trainingsgruppe vom TV Wattenscheid 01, aber doch nicht so einhalten.“ Sein Wattenscheider Trainer Tono Kirschbaum urteilte: „Danach setzte sich bei Tom wieder sein Tempo- und Körpergefühl durch. Das war eine sehr gute Vorstellung. Ich bin richtig stolz auf den Jungen, denn schließlich war das erst sein zweites Rennen über den langen Kanten.“

Tom Gröschel nach dem Rennen: „Ich habe gezeigt, dass man auch ohne vorher eine Top-Zeit abgeliefert zu haben in einem internationalen Rennen vorne reinlaufen kann. Ein elfter Rang ist toll, zumal ich mich in den Meldelisten von der Zeit her in den Dreißigern befand. Meisterschaften haben einen anderen Charakter, und vielleicht klappt es noch mal bei Olympia 2020 in Tokio. Da will ich hin.“ Danke sagte „MaraTom“ den Fans und dem deutschen EM-Team: „Das war überall an der Strecke und feuerte an. Genau das brauchen wir, um weiter nach vorn zu kommen.“