Ein Angebot des medienhaus nord

Ringen Vier Asse in der Hand

Von Peter Richter | 06.06.2018, 12:00 Uhr

Der SV Warnemünde hofft bei „seinen“ Deutschen Meisterschaften im Ringen auf Titel und Medaillen

Mit sehr guten Podestchancen für die Ringerinnen des gastgebenden SV Warnemünde finden Freitag und Sonnabend in der neuen Sporthalle des Ostseebades, Parkstraße 45, die Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend (Jahrgänge 2001 bis 2005) statt.

Rebekka March für die WM nominiert

Der SVW hat mit Josefine Purschke (Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm), Elina Lüttge (46 kg) und Rebekka March (40 kg) immerhin drei Titelverteidigerinnen von 2017 im Angebot, dazu mit Angelina Purschke (49 kg) eine eigentlich ebenfalls goldene Silbermedaillen-Gewinnerin, die unlängst bei den älteren Juniorinnen Deutsche Meisterin bis 53 kg wurde.

An der Spitze des Aufgebots steht Rebekka March, die bei den Kadettinnen-Europameisterschaften kürzlich in Skopje Platz fünf belegte und mittlerweile von Bundestrainer Rainer Kamm (Schifferstadt) für die WM vom 2. bis 8. Juli in Zagreb nominiert worden ist. Sie startet am Wochenende im 46-kg-Limit. Auch wenn sie dort auf die zwei Jahre ältere Deutsche Junioren-Meisterin Anna Juliani aus Hessen trifft, „denke ich, dass sich ,Bekks‘ das nicht nehmen lässt“, sagt ihr Heim-Trainer Benno Gallinat.

Angelina Purschke, kürzlich in Mazedonien EM-Achte, möchte unbedingt den
49-kg-Titel „nachholen“, der ihr im Vorjahr durch eine eklatante Schiedsrichter-Fehlentscheidung im Finale gegen Emely Selinger (KSV Seeheim/Hessen) verwehrt worden war. „Das“, so Gallinat, „trägt sie noch mit sich mit und ist entsprechend motiviert.“

Zwillingsschwester Josefine (53 kg), im vorigen Jahr Teilnehmerin der EM in Sarajevo und der WM in Athen, hat ganz klar erneut DM-Gold als Ziel.

Elina Lüttge schließlich, die 2017 Gewicht machen musste, um bis 46 kg starten zu können, wäre 2018 auch für die 53-kg-Kategorie in Frage gekommen. „Aber da sie nächstes Jahr ohnehin
57 ringt, hat sie diesen Weg gewählt“, erklärt Benno Gallinat. „,Elli‘ wird zwar kaum an der Dritten der Kadettinnen-EM Anastasia Blayvas vom KFC Leipzig vorbeikommen, aber eine Medaillenchance rechnet sie sich aus. Man muss jedoch sagen, dass sie es von unseren aussichtsreichsten Teilnehmerinnen am schwersten hat.“

„Wir haben viel Erfahrung mit der Ausrichtung von Turnieren, hatten ja 2016 auch schon einmal Deutsche Meisterschaften hier (seinerzeit B-Jugend Freistil männlich – d. Red.)“, sagt Stefan Pentschew, Abteilungsleiter Ringen des SV Warnemünde, der erneut als Hallensprecher fungieren wird. „Allerdings hat der Deutsche Ringer-Bund die Altersklasse jetzt unterteilt in weibliche Jugend und Schoolgirls (jüngerer Jahrgang 2004/05 = B-Jugend – d. Red.). Damit haben wir doppelt so viele Gewichtsklassen und müssen auch sonst unheimlich viel beachten. Wir hoffen, dass
alles reibungslos läuft – und dass wir als Heimatverein uns am Ende über ein ähnlich gutes Abschneiden freuen können wie 2017 mit dreimal Gold und einmal Silber.“