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Schwimm-Weltmeisterschaften Vier Medaillen für Jan Gräfe

Von Redaktion svz.de | 12.09.2015, 13:30 Uhr

Präsident des Schwimm-Verbandes MV räumt bei WM ab / René Plaeschke wird Weltmeister und Vize

Erst den Profis zusehen und dann voller Motivation in den gleichen Sportstätten um sportlichen Ruhm kämpfen – das ist seit den kürzlich zu Ende gegangenen Schwimm-Weltmeisterschaften im russischen Kasan, Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan, den Masters möglich. Der Weltverband FINA nutzt nunmehr diesen Wettbewerb, um Leistung und Organisation zu konzentrieren sowie den Masters-Sport aufzuwerten. Das spürten bei den 16. Welttitelkämpfen auch die Teilnehmer aus Rostock.

Rolf Erler von der HSG Uni (Altersklasse 65) schlug sich beim Open Water mit Platz 13 wacker. Die erste Medaille holte der Präsident des Schwimm-Verbandes MV persönlich: Jan Gräfe (SC Empor 2000/AK 40) erkämpfte auf der 3000-Meter-Strecke am malerischen Zusammenfluss von Kasanka und Wolga Silber in 36:36,7 Minuten. Auch nach seinem Wechsel in die Halle hatte er Erfolg: Nach Bronze über 400 m Freistil in 4:30,59 und Silber auf den 800 m in 9:17,04 bewies Gräfe seine Vielseitigkeit mit Silber über 200 m Brust in 2:35,48.

Der futuristische Aquatics Palace beflügelte auch Horst Krüsemann und André Sauerstein (AK 40) vom Hanse-Schwimmverein zu Top-20-Platzierungen und Rang 13 über 50 m Brust in 32,78 Sekunden.

Nach einigen knappen Entscheidungen über die Freistil- und Rücken-Strecken mit den Positionen vier bis sechs wurde Vielstarter René Plaeschke (AK 60) auf den 50 m Delphin in 29,85 s Vize-Weltmeister, um sofort im Anschluss mit dem Taxi wieder ans andere Ende der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt zu eilen und per Sonder-Gaststartrecht mit dem SC Düsseldorf die Wasserball-Wettkämpfe zu bestreiten. Im Burevestnik-Pool des Athletendorfes der Universiade 2013 besiegte das Team SC Euro Sport Rom (Italien) mit 12:8, den SC Cannstatt 9:5, Kalev Tallinn (Estland) 5:1 und Neptun Moskau mit 7:4, um dann im Halbfinale wieder auf Cannstatt zu treffen und zu gewinnen (7:5). Im Finale verteidigte Moskau bis vier Minuten vor Schluss ein 2:2, ehe die schwimmerische Überlegenheit der Düsseldorfer zum Tragen kam – Endstand 5:2. Mit acht Toren, der längsten Einsatzzeit und einer attraktiven Goldmedaille war es für Plaeschke, der die Farben des Lederhexen e. V. vertrat, eine WM von bleibender Erinnerung.