Schweriner SC : Auftakt nach Maß im Europacup

Vom Block ins Aus: Dreimal in Folge düpierte Jennifer Geerties die Topspielerinnen  Bojana Zivkovic  (r.) aus Serbien und Olena Hasanova aus Aserbaidshan. Jenny: „Sowas ist schon schön.“ Albrecht
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Vom Block ins Aus: Dreimal in Folge düpierte Jennifer Geerties die Topspielerinnen  Bojana Zivkovic  (r.) aus Serbien und Olena Hasanova aus Aserbaidshan. Jenny: „Sowas ist schon schön.“ Albrecht

SSC-Volleyballerinnen gewinnen Hinspiel im Sechzehntelfinale des CEV-Cups gegen Le Cannet mit 3:1 (22, -16, 22, 22)

nnn.de von
13. Dezember 2017, 23:21 Uhr

Die Volleyballerinnen  des SSC  haben gestern Mittwochabend ihr erstes Europacupziel der Saison erreicht. Mit einem  3:1 (22, -16, 22, 22)-Erfolg über  Frankreichs Vizemeister Rocheville Le Cannet vor 1568 begeisterten Zuschauern in der heimischen Palmberg-Arena erarbeitete sich der deutsche Meister einen erfolgreichen Auftakt in den CEV-Cup, den nach der Champions League zweithöchsten Europacup. Im Rückspiel am 9. Januar 2018 an der Côte d’Azur reichen der Mannschaft von Trainer Felix Koslowski damit schon zwei Gewinnsätze zum Einzug ins Achtelfinale.

Die Runde der letzten 16 schien am gestrigen Abend zwischenzeitlich allerdings in weite Ferne zu rücken. Nach einem konzentriert gespielten ersten Satz mit aggressiven Aufschlägen, sicherer Annahme und variablen, schnellen  Angriffen war im zweiten Durchgang plötzlich der Wurm drin. Le Cannet, in dessen Team die eigens für den  CEV-Cup geholte Stammzuspielerin von Europameister Serbien Bojana Zivkovic ein glänzendes Debüt gab,  hatte sich auf das Spiel des SSC eingestellt. Der  kam nun mit den Aufschlägen des Gegners gar nicht mehr zurecht und produzierte haufenweise Fehler.

„Da hatten wir ein paar Probleme“, gestand SSC-Trainer  Felix Koslowski ein. „Umso toller war es dann, wie wir uns im dritten Satz in die Partie zurückgekämpft haben.“

Was er nicht sagte: Mit Zuspielerin Denise Hanke, Mittelblockerin Beta Dumancic, die ihr bislang bestes Spiel im SSC-Trikot machte, und der anfangs geschonten, weil grippegeschwächten Außenangreiferin Jennifer Geerties hatte er selbst die wohl siegentscheidenden Wechsel getätigt.

Dennoch drohte nach dauerndem Hin und Her beim Stande von 19:22 auch dieser dritte Satz eine Beute der Französinnen zu werden. Doch dann bot Mittelblockerin Lauren Barfield ganz großes Kino. Zunächst holte sie mit einem schnellen Angriff den Punkt zum 20:22 und das Aufschlagsrecht. Das gab sie nicht wieder her. Mit einem Ass punktete sie selbst zu einem ihrer gestern 14 Punkte. Auch von zwei Trainerauszeiten Le-Cannets ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen und überforderte die Gäste-Annahme derart, dass Top-Scorerin Louisa Lippmann (22 Punkte) mit dem ersten Satzball den Deckel    zum 25:22 drauftun konnte.

Mitte des vierten Satzes brachte dann Jennifer Geerties, bis dato vor allem in Annahme und Feldabwehr mit einer Glanzleistung aufwartend, den SSC endgültig auf die Siegerstraße. Vom 16. bis zum 21. Punkt des SSC gingen alle  Zähler auf ihr Konto – eine Serie von Seltenheitswert. Beta Dumancic blieb es schließlich vorbehalten, den zweiten Spielball zum 25:22 zu versenken.

„Ich  denke, wir haben eines unserer besten Spiele der Saison gemacht und uns den Sieg vollauf verdient“, freute sich SSC-Käpt’n Geerties mit angeschlagener Stimme.

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